Schutzkonzept

Fritz-Reuter-Schule gegen sexuelle Gewalt

SCHULISCHER KINDERSCHUTZAUFTRAG:

 

Schule hat neben einem Bildungsauftrag auch einen eigenen Erziehungsauftrag, Bildung ohne Erziehung ist nicht denkbar. Erziehung hat immer das Kindeswohl im Auge. Deshalb hat unsere Schule einen wichtigen Handlungsauftrag beim Kinder- und Jugendschutz. Schule ist die einzige pädagogische Institution, die Zugang zu allen Kindern hat, und sie hat diesen viele Stunden am Tag und über viele Jahre hinweg. Wir stellen uns dieser Aufgabe. 

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VERANKERUNG DES KINDERSCHUTZGEDANKEN IM LEITBILD DER SCHULE:

PERSONALVERANTWORTUNG:

 

Prävention und Intervention bei sexueller Gewalt ist Aufgabe der Schulleitung. Die Schulleitung nutzt ihre Personalverantwortung schon bei Einstellungen von Lehrer*innen, pädagogischen Mitarbeiter*innen und ehrenamtlichen Helfer*innen und achtet auf die Vorlage eines erweiterten Führungszeugnisses.

Im Schulalltag sind eine klare Positionierung und deutliche Entscheidungen für den Kinderschutz gefragt.

Personalverantwortung schließt ein, Kolleginnen oder Kollegen anzusprechen und kritisch-konstruktiv zu begleiten, wenn ihnen ein Umgang mit Schülerinnen und Schülern, der ihre Grenzen achtet, oder die Einhaltung des Verhaltenskodex nicht gelingt.

Die Schulleitung macht neue Kolleginnen oder Kollegen mit dem Anliegen der schulischen Prävention vertraut, stellt die entwickelten Instrumente vor und formuliert die Erwartung, dass das Schutzkonzept mitgetragen wird. Dies gilt auch für Kräfte, die in der Schule tätig, aber bei einem anderen Träger angestellt sind (z. B. Schulbegleiterinnen und -begleiter). Deshalb gehört dieses Thema auch in das Bewerbungs- oder Vorstellungsgespräch der neuen Lehrkraft oder der pädagogischen Fachkraft. Fragen nach Erfahrungen mit Präventionsansätzen an früheren Arbeitsplätzen sind hier möglich, aber auch Fragen danach, wie die neue Lehrkraft bzw. pädagogische Fachkraft mit sensiblen Situationen umgehen würde.

Ein interner Verdachtsfall ist immer eine große Herausforderung: Die Schulleitung hat die Aufgabe, dafür zu sorgen, dass die möglicherweise betroffene Schülerin oder der Schüler geschützt und zudem, dass der Kollege bzw. die Kollegin nicht vorverurteilt wird. Die Schulleitung verpflichtet sich, in diesem Fall unbedingt externe Hilfe in Anspruch zu nehmen bei schulberatenden Diensten, Fachberatungsstellen und/oder der Aufsichtsbehörde.

VERHALTENSKODEX FÜR MITARBEITER*INNEN und SCHÜLER*INNEN:

Die Fritz-Reuter-Schule ist ein Ort, an dem alle sicher sein sollen und der Schutz von Kindern und Jugendlichen besonders wichtig ist. 

 

Wir achten die Rechte aller Menschen an unserer Schule.

 

Wir akzeptieren kein diskriminierendes und grenzverletzendes (sexuelles) Verhalten, sowohl mit Worten als auch mit Taten. 

Wir achten in unserer Sprache und in unserem Verhalten darauf, niemanden zu belästigen, bloßzustellen und zu demütigen.

 

Die Mitarbeiter:innen der Schule achten darauf, Unterricht und Gespräche nur in den dafür vorgesehenen Räumen durchzuführen, die jederzeit frei betreten und verlassen werden können.

 

Die Mitarbeiter:innen der Schule stehen in der Pflicht, den Kontakt zu Schüler:innen per schulcloud/Telefon in verantwortungsvoller und angemessener Form zu organisieren, so dass die Persönlichkeitsrechte der Schüler:innen geschützt sind.

 

Die Mitglieder der Schulgemeinschaft sind aufgefordert, achtsam miteinander umzugehen. Regelverletzungen und Grenzüberschreitungen werden sichtbar gemacht. 

ANSPRECHPERSONEN UND BESCHWERDESTRUKTUREN IN DER FRITZ-REUTER-SCHULE:

INTERVENTIONSPLAN / ABLAUFSCHEMA.

PRÄVENTIONSARBEIT:

Der Institution Schule kommt eine besondere Bedeutung zu, da diese alle Kinder und Jugendliche erreicht. Schülerinnen und Schüler erhalten bereits frühzeitig altersangemessene Informationen über sexuelle Gewalt, um sich besser schützen und informieren zu können und vor allem um Hilfe zu erhalten.  Aufklärung ist wichtig, damit übergriffiges Verhalten richtig eingeschätzt und entsprechend gehandelt werden kann. 

 

Prävention sexualisierter Gewalt zielt auf mehrere Ebenen:

  • auf lange Sicht sollen Maßnahmen geschaffen werden, die das Risiko sexualisierter Gewalt dauerhaft verringern können

  • ebenso Maßnahmen geschaffen werden, die sexualisierte Gewalt möglichst früh aufdecken, schnell beenden und Folgen aus Übergriffen vermindern können. 

 

Grundlage ist eine wertschätzende, achtsame Haltung Kindern und Jugendlichen gegenüber (siehe auch Verhaltenskodex). Die Präventionsmaßnahmen müssen alle Bereiche, Personen und Altersgruppen im Blick haben.

Daher gibt es in den Stufen unterschiedliche Maßnahmen/Angebote, die unter anderem Angebote zur Sensibilisierung und Aufklärung beinhalten, aber auch sehr spezifische Maßnahmen, die die Heranwachsenden mit altersgerecht aufbereitenden Angeboten und Materialien zur Auseinandersetzung mit der Thematik stärkt.